05.09.2017 / Kommentar / / , ,

JCVP reagiert : Studiengebührenerhöhung an der Universität Basel

Kommentar der JCVP Basel-Stadt zur geplanten Studiengebührenerhöhung an der Universität Basel:

Mit grossem Bedauern hat die JCVP BS die Berichterstattung der Basellandschaftlichen Zeitung, zur geplanten Studiengebührenerhöhung an der Universität Basel, zu Kenntnis genommen. Für die JCVP BS ist klar, dass Bildung ihren gerechtfertigten Preis hat. Sollte aber die Studiengebührenerhöhung in dieser Form tatsächlich Realität werden, würden an der Universität Basel die Relationen nicht mehr stimmen. Für uns ist nicht ersichtlich, wie man die Kosten für das Studieren innerhalb kürzester Zeit mehrfach erhöhen kann, die Qualität der Forschung und Lehre aber gleicht bleibt oder sogar an Qualität einbüsst. Diese Einbusse zeigt sich in mancherlei Hinsicht: Professuren werden nicht besetzt oder gar nicht erst ausgeschrieben und die Universität fällt in den wichtigsten internationalen Rankings immer weiter zurück. Die JCVP BS befürchtet, dass dies nur der Anfang einer Reihe von kostensparenden Massnahmen ist, welche schlussendlich auch diejenigen Fakultäten (Geistes-und Sozialwissenschaften) treffen werden, die nicht den grössten Teil der Fördergelder in Kasse der hiesigen Universität einspielen. Im schlimmsten Fall, müssten sogar Studiengänge ganz abgeschafft werden.

Die JCVP BS steht hinter der Universität Basel als Volluniversität und als solche ist es ihre Aufgabe, zu allen Studierenden aller Fakultäten und Studienrichtungen Sorge zu tragen. Für uns ist diese bedauerliche Situation zweifellos das Resultat der unbefriedigen Verhandlungen zwischen den Trägerkantonen.  Die JCVP BS glaubt weiterhin an die ökonomischen Grundgesetze, dass langfristiges Wachstum nur durch Bildung und technischen Fortschritt realisierbar ist. Insbesondere in einer flächenmässig überschaubaren Region wie Basel ist es wichtig, dass wir unseren Studierenden die Möglichkeit geben, eine gute Ausbildung zu geniessen. Basel-Stadt und Baselland dürfen nicht zulassen, dass die Studierenden, als schwächstes Glied in der Kette, den Preis für das Sparprogramm aus dem Baselbiet zahlen müssen. Beide Kantone müssen wieder über die Bücher und die geplante Studiengebührenhöhung verhindern, denn sie ist, gemessen am gegenwertigen Angebot, nicht gerechtfertigt.

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