03.11.2017 / Uncategorized / / ,

Basler CVP weiterhin für Lernberichte

Nachdem publik wurde, dass Primarlehrerinnen und -lehrer des Gotthelf-Schulhauses sich eigenmächtig weigerten, Lernberichte auszustellen, bekundeten verschiedene Beteiligte ihre Solidarität über diese Aktion. Die CVP Basel-Stadt ist enttäuscht über diese Arbeitsverweigerung. Die Partei schätzt die aktuelle Gesetzesgrundlage, wonach Primaschülerinnen und -schüler von Anfang an Rückmeldungen über ihr Verhalten und ihre Leistungen erhalten.

Die Welle der Solidarität gegenüber den Lehrerinnen und Lehrern des Gotthelf-Schulhauses ist gross und dennoch in die Aktion der Lehrpersonen falsch und schadet letztlich allen. In kleinen Schritten hat sich die Politik dazu durchgerungen, bereits ab der ersten Klasse den Schülerinnen und Schüler ein Feedback zu geben. Diese Rückmeldungen müssen sich keinesfalls in harten Zahlen und Noten ausdrücken, jedoch sollen Kinder und auch Eltern wissen, wo sie stehen resp. wo ihr Kind steht.

Diese Lernberichte sind pädagogisch wertvoll, denn sie zeigen von Anfang an auf, was im Schulalltag eher positiv und was eher negativ wahrgenommen wird. Dadurch können die Kindern von früh her und mit genügend Zeit erlernen, was verlangt wird und was nicht. Es ist eine Illusion zu meinen, diese wichtigen Rückmeldungen könne man auch erst viel später geben, denn dann ist es vielleicht bereits zu spät, um ein jahrelang gelebtes Verhalten noch zu ändern. Ausserdem gibt es immer wieder Fälle, in denen die Selbstwahrnehmung nicht mit der Wahrnehmung der Lehrperson übereinstimmt – auch da ist ratsam, diesen Konflikt möglichst früh in der Schulzeit anzugehen.

Auch das vielzitierte Argument des zu hohen Druckes ist für die CVP Basel-Stadt nur bedingt nachvollziehbar. Unzählige Kinder messen sich regelmässig in einem Fussballverein, beim Tennis, im Ballett usw. und unterziehen sich dort freiwillig und freudig Leistungsvergleich, Selektion und Erfolgsdruck. Nur in der Schule soll dies offenbar nicht so sein dürfen.

Die CVP Basel-Stadt stützt die Politik des Erziehungsdepartementes und ruft die Lehrpersonen des Gotthelf-Schulhauses auf, sich kooperativ und loyal gegenüber ihrer Arbeit zu zeigen.

 

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