28.01.2019 / Communiqués / /

Basler CVP möchte Jugendmedienschutz stärken

Nachdem Prime News darüber berichtete wie Pro-Ana Foren und Webseiten viel zu einfach zugänglich sind, möchte CVP Grossrätin Andrea Knellwolf den Jugendmedienschutz in Basel-Stadt stärken und fordert von der Regierung klare Antworten.

Am 22. Januar berichtete die Online News Plattform «Prime News» über Pro-Ana-Foren und deren Zulässigkeit in der Schweiz. Konkret geht es dabei um Online Foren und Blogs, die Magersucht glorifizieren. Es werden ebenfalls «WhatsApp Gruppen» benutzt, um gefährliche «Gesundheitstipps» zu verbreiten. In wenigen Klicks ist es möglich auf sogenannten Pro-Ana Blogs und Twinbörsen zu landen, die Tipps zur Gewichtsabnahme abgeben und in welchen sogar «Coaches» ihre Hilfe zur Gewichtsabnahme anbieten und Bilder und Videos verlangen. Laut eines Artikels von «Vice» aus dem Jahr 2016 handelt es sich bei letzteren, um erwachsene Männer, welche dort versuchen mit Teenagern und Kindern in Kontakt zu kommen. Es wurden sogar Nacktbilder von einer verdeckten Vice Journalistin, die sich als junge Magersüchtige darstellte, gefordert.

In der Schweiz nicht verboten

Frankreich hat 2015 als erstes europäisches Land die Anstiftung zur Magersucht verboten. In der Schweiz werden solche Webseiten nicht gesperrt, da der Inhalt anscheinend nicht zu den ungeeigneten Inhalten für Kinder und Jugendliche zählt (in der Schweiz sind dies pornografische, rassistische und sexistische Inhalte). In seiner Antwort auf eine Interpellation von Nationalrätin Barbara Schmid-Federer (CVP, ZH) zum Jugendmedienschutz, meinte der Bundesrat, dass «die Filterung von Internetinhalten einen Eingriff in die Grundrechte wie die Meinungs- und Informationsfreiheit darstellt und rechtlich nur dann unbedenklich ist, wenn es sich um strafrechtlich verbotene Inhalte handelt.» Zudem ist der Jugendschutz Sache der Kantone. In einer Befragung und Studie von «Gesundheitsförderung Schweiz» aus dem Jahr 2015 wird festgestellt, dass viele Jugendliche ein schlechtes Körperbild haben und zur einer Risikogruppe gehören. Zudem wird klar gesagt, dass seitens der Kantone ein grosses Bedürfnis besteht, ihre Strategien zu diesem Thema zu verbessern.

In Basel-Stadt werden Jugendlichen präventive Workshops wie «Bodytalk PEP» angeboten. Das Programm von Gesundheitsförderung Schweiz leistet einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Essstörungen. Offensive Massnahmen sind aber ebenfalls nötig, um unsere Jugend von lebensbedrohlichen Inhalten im Internet zu schützen.

Dementsprechen stellt Fraktionspräsidentin Andrea Knellwolf der Regierung ein paar Fragen. Vor allem möchte Sie wissen, was der Kanton momentan aktiv unternimmt, um Jugendliche von solchen lebendsbedrohlichen Online-Inhalten zu schützen.

Knellwolf Interpellation ProAna-29.01.2019

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