31.01.2019 / Communiqués / /

Basler CVP fordert bessere und einheitlicher Ausschilderung bei Baustellen

Seit ein paar Jahren prägen in Basel vielerorts Grossbaustellen das Bild. Und für 2019 sind weitere angekündigt. Für Verkehrsteilnehmende sind solche Baustellen anspruchsvoll, ärgerlich und oft gefährlich. Fraktionspräsidentin Andrea Knellwolf fordert von der Regierung, dass bei der Ausschilderung bei Baustellen rasch wirksame Verbesserungen umgesetzt werden.

In den vergangenen Jahren prägten Baustellen unsere Stadt: zahlreich, gross, komplex und oft langwierig. In diesem Jahr sollen neben den bereits laufenden Baustellen (Rosentalstrasse/Badischer Bahnhof, Riehen, etc.) weitere Grossbaustellen dazu kommen (Centralbahnplatz, Marktplatz, Kunsthausparking, etc.). Für alle Verkehrsteilnehmenden ist die Orientierung bei solchen Baustellen anspruchsvoll, oft ärgerlich oder gar gefährlich. Das gilt vor allem für den Fussgänger- und Veloverkehr.

Lehren aus den Baustellen im letzten Jahr

Bei der momentanen Informationspolitik bestehen zwar gute Ansätze, aber trotz dieser grossen und lobenswerten Anstrengungen führte die Situation vor dem Badische Bahnhof zum Beispiel zu vielen Problemen und sorgte für grossen Stress, Ärger und gefährlichen Situationen für ÖV-Nutzende, Fussgänger und Velos. Es wurde zum Beispiel zu wenig auf den Umstand eingegangen, dass am Bahnhof auch ortsunkundige Reisende ankommen, die oft noch Gepäck dabeihaben, oder dass es bei einem Bahnhof besonders wichtig ist, dass man umgehend den kürzesten Weg findet, um den Zug nicht zu verpassen.

Auch z.B. die Baustelle an der Spitalstrasse liess betreffend Klarheit sehr zu wünschen übrig: Wo genau jeweils die Fussgängerwege und wie die Veloführung verliefen war immer wieder rätselhaft.

Auch BVB müssen besser in die Pflicht genommen werden 

Seitens der BVB war die Information leider ebenfalls unbefriedigend. So informierte sie z.B. bei der erwähnten Baustelle vor dem Badischen Bahnhof zwar über einen Ersatzbus für die Tramlinie 6 ab Haltestelle Messeplatz, die Details zu der genauen Situation erfuhr man aber nur durch mehrere jeweils weiterführende Links. Und selbst dann war nicht klar ersichtlich, dass sich die Ersatzbushaltestellen in erheblicher Entfernung zum Badischen Bahnhof befinden. Auch war es für viele eine böse Überraschung, dass der Ersatzbus das Tram  nicht „ersetzt“, sondern am Messeplatz noch die Ankunft anderer Trams abwartet und Reisende, die einen bestimmten Zug am Badischen Bahnhof erreichen müssen, auch hier noch erheblich mehr Zeit einplanen sollten.

Es ist aus verschiedenen Gründen (Vandalismus, Sturmböen, verändernde Situation aufgrund des Baufortschritts, etc..) sicher nicht einfach die Beschilderung stets aktuell zu halten. Zur Unübersichtlichkeit trägt aber auch bei, dass in Basel bei der Beschilderung von Baustellen verwirrende Bandbreite von verschiedenen Materialien, Farben, Formaten und Grafiken zugelassen ist. Die BVB signalisiert zusätzlich noch in unterschiedlichen Aufmachungen. Das erschwert das rasche und sichere Erfassen der Situation und der aktuellen Verkehrsführung zusätzlich.

Es mag sein, dass die Beschilderungen in den Augen der Polizei korrekt sind und den aktuellen gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Tatsache ist aber, dass sie gerade bei komplexeren und/oder oft verändernden Situationen zu häufig unklar sind und «hinterherhinken». Das kann für Velofahrende und zu Fuss gehende gefährlich sein und ist zudem für eine Tourismus-Stadt wie Basel besonders nachteilig.

Anzug von Fraktionspräsidentin Andrea Knellwolf fordert „Realitäts-Checks“

CVP/EVP Fraktionspräsidentin, Andrea Elisabeth Knellwolf, möchte daher von der Regierung wissen, mit welchen konkreten Massnahmen sie ein einheitlicheres Erscheinungsbild von Baustellenbeschilderungen erreichen will und wie die BVB hier einbezogen werden kann. Zudem verlangt sie verstärkte Bestrebungen, diese immer aktuell zu halten. Wichtig ist ihr auch die tatsächliche Verständlichkeit der Beschilderung durch die Betroffenen. Dazu Andrea Knellwolf: «Was für Verkehrsfachleute und die Polizei offensichtlich ist, wird von den «normalen» Verkehrsteilnehmenden, Ortsunkundigen oder Fremdsprachigen Touristen noch lange nicht immer richtig verstanden. Hier braucht es regelmässige «Realitäts-Checks» mit Betroffenen, damit die Signalisation auch richtig ankommt.»

Knellwolf erwartet rasches, pragmatisches Handeln der Regierung

Der sich aktuell im Vernehmlassungsverfahren befindlichen Verkehrssicherheitsplan des Kantons erwähnt zwar einheitlichere Signalisation als eines der Elemente für Verkehrssicherheit. Das ist aber noch sehr schwammig und ausserdem muss es angesichts der angekündigten Grossbaustellen an neuralgischen Punkten unserer Stadt nun wirklich sehr schnell gehen. „Ich erwarte entsprechend von der Regierung, dass sie bereits für die laufenden und für die demnächst startenden Grossbaustellen spürbare Verbesserungen an die Hand nimmt. Vieles kann ganz pragmatisch umgesetzt werden und muss nicht alle Welt kosten.», sagt Knellwolf. 

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