04.09.2019 / Communiqués / /

Basler CVP fordert eine bessere Berücksichtigung des Technologiewandels bei der öV-Planung

Am Montag, 2. September, hat die Basler CVP ihr neues Positionspapier zum Thema Technologiewandel präsentiert. Nun fordert die Partei, dass auch in der Planung des öffentlichen Verkehrs dieser Wandel wahrgenommen wird und dessen grosse Chancen für Infrastruktur- und Mobilitätsentwicklungen endlich in die Planung einfliessen. Zudem stellt sie die Frage, ob die Fahrleistungen der BVB künftig ausgeschrieben werden sollten.

An einer Pressekonferenz am innovativsten Ort in Basel, dem Smart City Lab, präsentierte die Basler CVP am Montag ihr neues Positionspapier zum Thema Technologiewandel. Mit «Basel 4-Punkt-0» will die Partei den technologischen Wandel und die darin liegenden Chancen und Risiken sichtbar machen und einen Dialog anstossen über unsere gemeinsame städtische Zukunft. Wir rücken den Menschen in die Rolle des Protagonisten und nicht die Technologie selbst mit ihrer Digitalisierung. Wir wollen für den Menschen eine Zukunft in unserer Stadt mit neuen Technologien und einer modernen Perspektive anstreben. Aktuell besteht eher der Eindruck, Basel wolle diesen Wandel absichtlich verschlafen.

 Dazu gehören auch die öffentlichen Verkehrsmittel. „Der öV und ganz besonders das Tram bleiben in einer dichten Stadt wie Basel trotz neuer Mobilitätsformen das wichtigste Verkehrsmittel: Nur öffentliche Verkehrsmittel haben das Fassungsvermögen, das benötigt wird, um eine grosse Anzahl von Menschen an ihr Ziel zu befördern.“Dies erklärt der Regierungsrat in seinem zweiten Bericht zum Stand der Umsetzung des Ausbaus des Tramstreckennetzes und zur Aktualisierung des Plans zum Tramstreckennetz. Weiter erwähnt der Regierungsrat aber auch, dass die Fahrzeugtechnologie immer schneller fortschreitet und z.B. selbstfahrende Fahrzeuge in Zukunft möglich sein dürften.

Somit ist auch dem Regierungsrat klar, dass sich die Technologie der Fahrzeuge für den öV weiterentwickeln wird. Dennoch kommt die aktuell hängige Tramnetzentwicklungsvorlage daher, wie wenn es in Basel nie etwas anderes geben könnte als die guten alten schienengebundenen und unflexiblen Trams. Ist die Technologie für öffentliche Transportangebote in 20-30 Jahren immer noch diejenige von heute? Sicher nicht!

Eine Reihe von Vorstössen für die Zukunft des öffentlichen Verkehrs

Die Basler CVP fordert nun in einer Reihe von Vorstössen die bessere Berückichtigung des Technolgiewandels bei der öV-Planung und stellt in diesem Zusammenhang auch gleich die Frage, ob die Infrastruktur der BVB nicht sinnvoller in der Kantonsverwaltung angesiedelt wäre und die Fahrdienstleistungen ausgeschrieben werden sollten.

Anzug betreffend technologieoffener Gesamtplanung „Öffentlicher Verkehr“ (ÖV)

Anzug betreffend Wiedereingliederung der BVB-Infrastruktur in die Kantonsverwaltung und Ausschreibung des Leistungsauftrages für den Fahrbetrieb

Anzug betreffend Bus anstatt Tram in Randzeiten zur Vermeidung von zu starker Abnutzung der Tramschienen

Motion betreffend gesamtheitlicher Tram- und Busnetz-Entwicklung

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