08.10.2019 / Communiqués / /

Basler CVP fordert unterirdischen Verkehr für Basel-Stadt

Basel hat zahlreiche grosse Areale mit Entwicklungspotential. Dabei gilt es, so effizient und zukunftsgerichtet wie möglich zu bauen. Dazu gehört eine unterirdische Verkehrsplanung. Die Vorteile einer solchen Planung sind in einer Stadt wie Basel offensichtlich. Wertvolle Fläche kann so gespart und die Bevölkerung von direkten Emissionen geschützt werden.

Basel hat die grosse Chance, mehrere grössere Areale neu gestalten zu können. Die Stadt sollte jede Gelegenheit nutzen, um sich zukunftsorientiert und effizient zu entwickeln. Dazu gehört die Verkehrsplanung um die Areale herum. Bei den meisten Neubauten sind die künftigen Nutzungen und Verkehrsanbindungen noch nicht konkret definiert. Es gilt, unterschiedlichsten Bedürfnissen, Interessen und Präferenzen gerecht zu werden und eine gesamtheitliche Planung (auch über die Kantonsgrenzen hinaus) vorzunehmen. So unterschiedlich die Bedürfnisse sein mögen, besteht doch ein allgemeiner Konsens darüber, dass flächenintensiver oder emissionsreicher Verkehr nicht auf der Oberfläche, sondern eher unter dem Boden stattfinden soll. Oft ist dies aber im Nachhinein ohne massive Eingriffe in die gebaute Stadt und ohne extrem hohe Kosten nicht mehr möglich. Bei Neuplanungen kann jedoch die Chance bestehen, von Anfang an eine unterirdische Verkehrsebene einzuplanen.

Fraktionspräsidentin Andrea Knellwolf fordert mittels Motion den Regierungsrat dazu auf, bei laufenden und künftigen Arealentwicklungen zu prüfen und in Varianten darzulegen, in welcher Form, für welche Verkehrsträger und zu welchen Kosten der unterirdische Verkehr (inkl. Zu- und Abfahrten, Abstellflächen und Zugängen sowie benötigte Infrastrukturen) möglich wäre und jeweils eine begründete Empfehlung abzugeben. Dabei hat sie die verschiedenen Szenarien für die künftige Belegung und Nutzung der jeweiligen Areale zu berücksichtigen (z. B. Dienstleistungs- und Produktionsgewerbe, Bildungsinstitutionen, Kulturelle Einrichtungen, Wohnen, Sport- und Freizeitangebote und Veranstaltungsorte, Einkaufsmöglichkeiten).

KRACHREAL für Basel

Weiter ist auch die Nutzung der verschiedenen Areale in Basel Thema für die CVP Basel-Stadt. Es würde der Stadt sehr gut tun, wenn an einem geeigneten Ort eine Zone ausgewiesen werden könnte, auf welcher rund um die Uhr und an allen Tagen lärmintensive Arbeiten, Aktivitäten und Veranstaltungen stattfinden dürften. Ein solches „KRACHREAL“ könnte Nutzungskonflikte entschärfen und zur Belebung von Gewerbe- und Kulturvielfalt beitragen. Heute ist aber die Schaffung eines solchen Areals ohne massive Eingriffe in die gebaute Stadt und die Zonenordnung praktisch nicht möglich. Auch hier kann aber bei Neuplanungen jedoch die Chance bestehen, von Anfang an eine solche Fläche auszuweisen. Dabei ist es sicherlich nicht notwendig, dass jedes Areal über eine solche Zone verfügt. Aber die Schaffung von mindestens einem KRACHREAL auf dem Gebiet des Kantons oder einer an den Kanton Basel-Stadt unmittelbar angrenzenden Fläche ist anzustreben.

In diesem Rahmen wird die Regierung von der Basler CVP gebeten, bei den laufenden und künftigen Areatentwicklungen zu prüfen und in Varianten darzulegen, wo und wie und zu welchen Kosten innerhalb der nächsten 10 Jahre mindestens ein KRACHREAL geschaffen werden könnte und eine begründete Empfehlung abzugeben. Dabei hat sie ebenfalls die verschiedenen Szenarien für die künftige Belegung und Nutzung der jeweiligen Areale zu berücksichtigen und den Bedürfnissen von Gewerbe- und Kulturbetrieben nach Lärm-Zonen, aber namentlich auch dem Umweltschutz Rechnung zu tragen.

Motion betreffend Verkehr unterirdisch planen bei Arealentwicklungen
Motion betreffend KRACHREAL

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