16.10.2019 / Communiqués / /

Basler CVP fordert flexiblen Schuleintritt

Vor kurzem veröffentlichte die CVP Basel-Stadt ihr neues Positionspapier zur Bildungspolitik in Basel. Die Partei nimmt somit Stellung zu einigen anstehenden, dringenden Fragen und stellt Forderungen zur Stärkung der Eltern und Volkschulen, einer gestärkten Berufsbildung und einer starken Universität. Heute wurden in diesem Rahmen zwei Motionen zum flexiblen Schuleintritt eingereicht.

Die Basler CVP hat vor kurzem ein neues Positionspapier zur Bildungspolitik im Kanton veröffentlicht. Dabei nimmt sie Stellung zu wichtigen Fragen im Bereich der Bildung und stellt Forderungen für eine starke Bildungspolitik. Unter anderem fordert die Partei einen flexiblen Schuleintritt in den Kindergarten und die Primarschule. Grossrat Oswald Inglin hat heute im Grossen Rat zwei Motionen eingereicht.

Taten statt Worte

Im Rahmen der Harmonisierung des Schweizer Schulsystems wurde der Einschulungsstichtag im Kanton Basel-Stadt vom 30. April auf den 31. Juli verschoben. Damit sind die jüngsten Kinder beim Eintritt in den Kindergarten knapp vierjährig. Der frühe Kindergartenstart ist für einige Kinder eine Chance, für andere jedoch, die den notwendigen Entwicklungsstand noch nicht erreicht haben, eine Überforderung.

Die Eltern haben die Verantwortung für das Wohlergehen ihrer Kinder. Entsprechend sollen sie entscheiden dürfen, ob ihr Kind bereits in den Kindergarten eingeschult werden soll oder ob es für das eigene Kind richtig ist, die Einschulung um ein Jahr hinauszuschieben. Eltern sollen ohne ärztliche oder schulpsychologisch Abklärungen und Bewilligungen frei über einen späteren Eintritt in den Kindergarten entscheiden können.

Bei Entwicklungsverzögerungen sollen Eltern frei ohne Abklärung und Bewilligungen über ein drittes Kindergartenjahr vor Übertritt in die Primarschule entscheiden können.

Nach dem Entscheid des Grossen Rates über die Motion von Kerstin Wenk aufgrund des Ratschlages „Neue Massnahmen im Umgang mit Entwicklungsverzögerungen“ sind Einführungsklassen im Kanton Basel-Stadt wieder möglich. Die Führung einer Einführungsklasse braucht jedoch den Entscheid der Schulleitung des Primarschulstandortes. Entsprechend ist nicht gewährleistet, dass am nächstgelegenen Primarschulstandort eine Einführungsklasse geführt wird. Mit dem freien Entscheid der Eltern über einen verspäteten Eintritt in die Primarschule kann somit einer Entwicklungsverzögerung ohne Wechsel des Primarschulstandortes Rechnung getragen werden.

Starke Bildung für Basel: PDF Herunterladen

Kontakt