11.03.2020 / Communiqués / /

Aus dem Grossen Rat: die MCH Group und das Bienensterben

Heute ist wieder Grossratstag. Die CVP/EVP Fraktion freut sich – trotz einzelner Schutzmassnahmen gegen den Coronavirus im Rathaus – auf ihre Arbeit. Die Basler CVP setzt sich unter anderem für die Kongressstadt Basel, für Bienen und die Jugendsportförderung ein.

Kongresse in Basel sind für die hiesige Tourismusbranche ein immer wichtigeres Standbein. Die MCH Group steckt aber zurzeit zweifellos in Schwierigkeiten. Es gehören ihr weiterhin grosse Hallen, welche für die Messen mit rückläufiger Tendenz zu gross erscheinen. Ein aufstrebender verwandter Wirtschaftszweig ist das Kongresswesen. Kongresse bedürfen zwar eines grossen Akquisitionsaufwands, finden üblicherweise einmalig am gleichen Ort statt und sind weniger ertragreich als die früheren Messen. Allerdings tragen sie viel zu einer guten Reputation unserer Stadt bei und bringen mit ihren Teilnehmenden eine interessante Kundschaft für Hotels, Restaurants und sonstiges Gewerbe. Zudem ist in ihnen eine sehr sinnvolle Ergänzung zum Life Science Cluster in der Region Basel zu sehen.

Basel hat grundsätzlich sehr gute Voraussetzungen, eine national und international anerkannte Messestadt zu bleiben und zukünftig auch zu einer etablierten Kongressstadt zu werden. Zahlreiche andere Städte rüsten auf, Basel droht den Anschluss zu verlieren. Mit einer intelligenten und kräftigen Investition in die geeigneten Teile des Gebäudeparks kann die MCH in die Lage versetzt werden, diesen Geschäftszweig stark auszubauen und somit die Profitabilität zu steigern und die Diversifizierung zu erhöhen. Parallel gewinnt auch die Region Basel in erheblichem Mass an Attraktivät und Wertschöpfung. Parteipräsident Balz Herter und Fraktionspräsidentin Andrea Knellwolf wollen von der Regierung wissen, wie der Kanton die MCH Group dabei unterstützen kann, die Förderung der Kongresse (insbesondere der Confex-Veranstaltungen) voranzutreiben.

Anzug Kongressstadt Basel

Aktion gegen Bienensterben

In einer schriftlichen Anfrage möchte Beatrice Isler von der Regierung wissen, ob es möglich wäre, in Basel begrünte Tram- und Buswartestellen zu schaffen. Diese würden die Biodiversität fördern, die Luftqualität verbessern und vor allem den wichtigen Bienenvölkern im städtischen Gebiet umweltfreundliche Lebensräume anbieten. Als Beispiel hierfür wird die Stadt Utrecht in den Niederlanden erwähnt. Diese Massnahme wäre eine einfache Art und Weise, die Umweltfreundlichkeit Basels zu erhöhen und so einen wichtigen Beitrag zu leisten.

Schriftliche Anfrage Begrünte Haltestellen

Jugendsportförderung

Seit 2010 wurden die Basler Sportvereine für die in Basel-Stadt wohnhaften Mitglieder bis zum 20. Lebensjahr (Juniorinnen und Junioren) mit einem speziellen Beitrag zusätzlich zu den Staats- und Kopfprämien aus dem Swisslos-Sportfonds finanziell unterstützt. Diese zusätzliche Subvention wurde als Jugendsportförderung eingeführt und diente auch zum Abbau von vorhandenen Reserven im Swisslos-Sportfonds. Jährlich wurden so zusätzlich circa CHF 250’000 an die Basler Sportvereine ausgeschüttet. Die Reserven im Swisslos-Sportfonds sind aber in den letzten Jahren so stark gesunken, dass die „zusätzlichen Förderbeiträge Juniorinnen/Junioren BS“ für die Basler Sportvereine ab 2019 gestrichen werden mussten.

In Anbetracht der grossen Bedeutung der Sportförderung im Jungendbereich möchte Grossrat Dr. Christian Griss von der Regierung wissen, ob die im 2019 erfolgte Kürzung der Breitensportförderung rückgängig gemacht werden könnte.

Anzug Jugensportförderung

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