21.10.2020 / Communiqués / /

Aus dem Grossen Rat: Kongressstadt Basel und Bienensterben

Heute tagte wieder der Grosser Rat. Für die Basler CVP war der Tag erfolgreich: die Partei setzte sich für die Kongressstadt Basel und die Vereinbarkeit zwischen Umwelt und Stadtleben ein.

Kongresse in Basel sind für die hiesige Tourismusbranche ein immer wichtigeres Standbein. Die MCH Group steckt aber zurzeit zweifellos in Schwierigkeiten. Es gehören ihr weiterhin grosse Hallen, welche für die Messen mit rückläufiger Tendenz zu gross erscheinen. Ein aufstrebender verwandter Wirtschaftszweig ist das Kongresswesen. Kongresse bedürfen zwar eines grossen Akquisitionsaufwands, finden üblicherweise einmalig am gleichen Ort statt und sind weniger ertragreich als die früheren Messen. Allerdings tragen sie viel zu einer guten Reputation unserer Stadt bei und bringen mit ihren Teilnehmenden eine interessante Kundschaft für Hotels, Restaurants und sonstiges Gewerbe. Zudem ist in ihnen eine sehr sinnvolle Ergänzung zum Life Science Cluster in der Region Basel zu sehen.

Basel hat grundsätzlich sehr gute Voraussetzungen, eine national und international anerkannte Messestadt zu bleiben und zukünftig auch zu einer etablierten Kongressstadt zu werden. Zahlreiche andere Städte rüsten auf, Basel droht den Anschluss zu verlieren. Mit einer intelligenten und kräftigen Investition in die geeigneten Teile des Gebäudeparks kann die MCH in die Lage versetzt werden, diesen Geschäftszweig stark auszubauen und somit die Profitabilität zu steigern und die Diversifizierung zu erhöhen. Parallel gewinnt auch die Region Basel in erheblichem Mass an Attraktivät und Wertschöpfung. Parteipräsident Balz Herter und Fraktionspräsidentin Andrea Knellwolf wollen von der Regierung wissen, wie der Kanton die MCH Group dabei unterstützen kann, die Förderung der Kongresse (insbesondere der Confex-Veranstaltungen) voranzutreiben. Nun wurde der Anzug an der Regierung überwiesen.

Begrünte Tram- und Buswartehallen

In einem Anzug möchte Beatrice Isler von der Regierung wissen, ob es möglich wäre, in Basel begrünte Tram- und Buswartestellen zu schaffen. Diese würden die Biodiversität fördern, die Luftqualität verbessern und unter anderem auch den wichtigen Bienenvölkern im städtischen Gebiet umweltfreundliche Lebensräume anbieten. Als Beispiel hierfür wird die Stadt Utrecht in den Niederlanden erwähnt. Weitere Städte in Österreich (Wien) und Deutschland planen zunehmend eine Begrünung dieser Kleinflächen. Eine solche Massnahme ist eine einfache Art, die Umweltfreundlichkeit Basels zu erhöhen und einen kleinen, aber wichtigen Beitrag – ein Puzzleteil im grossen Ganzen – zu leisten. Die CVP freut sich, dass der Anzug an die Regierung überwiesen wurde.

Kontakt